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#065 - Über 70 Prozent CO₂ gespart: Wie nachhaltig kann Straßenbau heute sein?

Die Wahrheit ist: Straßenbau ist eine der größten CO₂-Quellen unserer Infrastruktur. Doch die meisten wissen gar nicht, wo die Emissionen wirklich entstehen.

Nach 29 Jahren in dieser Branche stellt Eveline Thudt: Endliche Ressourcen und das Klimaschutzgesetz zwingen zum Umdenken. Die größten CO₂-Emissionen entstehen nicht auf der Baustelle selbst, sondern bei der Materialherstellung und den Transporten.

Mit ihrem Team hat sie auf der A6 bei Wiesloch-Walldorf ein Pilotprojekt umgesetzt, das zeigt, was möglich ist:

• Temperaturabsenkung beim Asphalt
• Höhere Wiederverwendungsquoten von Asphaltgranulat
• Alternative Brennstoffe in der Mischanlage
• CO₂-Fußabdruck bereits bei der Ausschreibung berücksichtigen

Das Ergebnis?

Eine CO₂-Einsparung von über 70 Prozent gegenüber 1990 statt der angestrebten 65 Prozent. Warum dieser Benchmark gewählt wurde und wie die Daten vergleichbar wurden, erfährst du ebenfalls in der Folge. 

Das Entscheidenste:

Veränderung funktioniert nicht mit Einzelmaßnahmen, sondern braucht die Kombination aller Komponenten. Und es braucht Teamwork mit den Auftragnehmen, den Mischanlagenbetreibern, den Fahrern.

Was Eveline am meisten überrascht hat?

Die Verhaltensänderung vor Ort. Die Arbeiter entwickelten im Laufe des Projekts ein echtes Bewusstsein und sogar einen Ehrgeiz für CO₂-Einsparungen. Diese zu realisieren ist nämlich nicht nur ein technisches Problem, sondern auch eine Frage der Unternehmenskultur.

Bis 2030 werden solche Standards etabliert sein. CO₂-Bewertung bei Vergaben, Recyclingquoten und Temperaturabsenkung werden is dahin normal sein.

🎧 Hör jetzt rein und erfahre mehr über die Vorgehensweise, die Herausforderungen und die Erfolge dieses Pilotprojekts!

Bis zur Veröffentlichung am 14.12.2026 kannst du dir hier die aktuelle Folge von Tiefgründig anhören: