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#046 - Nachhaltigkeitszertifizierungen im Bau: Den Dschungel der Labels durchblicken

Die verwirrende Vielfalt an Nachhaltigkeitszertifikaten im Bauwesen ist ein echtes Problem für viele Unternehmen.

Diana Krüger und Alice Becke vom Bayerischen Industrieverband und der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau haben deshalb eine umfassende Orientierungshilfe veröffentlicht, die endlich Klarheit in diesen Dschungel bringt.


Warum war das nötig?

Weil Baustoffhersteller zunehmend unter Druck stehen, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen nachzuweisen. Doch welche Zertifikate sind wirklich relevant? Was ist der Unterschied zwischen einer EPD und einem CO₂-Fußabdruck und wann braucht man was?

Die harte Realität:

Es gibt keine universelle Empfehlung. ISO 14001, EMAS, EPDs, Cradle to Cradle, CSC-Zertifikate, der Blaue Engel – jedes System hat eigene Stärken. Die richtige Wahl hängt ab von den jeweiligen Zielen, Kundenanforderungen und verfügbaren Ressourcen.

Warum zögern viele Unternehmen?

Die umfangreiche Datensammlung entlang des gesamten Produktionsprozesses ist aufwändig. Audits, Validierung und Rezertifizierungen verursachen darüber hinaus erhebliche Kosten. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine echte Herausforderung.

Aber:

Verschiedene Systeme lassen sich kombinieren. EPDs und CSC-Zertifikate bauen zum Beispiel auf derselben Ökobilanz-Grundlage auf, so dass hier echte Synergien entstehen.

Zwei konkrete Erkenntnisse:

• Nachhaltigkeit ist inzwischen ein wirtschaftlicher Faktor, der in Ausschreibungen zunehmend gefordert wird
• Die neue Bauproduktenverordnung bringt endlich mehr Harmonisierung durch einheitliche Umweltmerkmale

Höre jetzt rein und bahne dir deinen Weg durch den Dschungel der Umweltproduktinformationen gemeinsam mit den Experinnen!

Die Ausarbeitung findest du unter diesem Link.

Bis zur Veröffentlichung am 16.02.2026 kannst du dir hier die aktuelle Folge von Tiefgründig anhören: