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title: "#063 - Nachgefragt: Wie nachhaltig ist die Rohstoffgewinnung?"
description: "Primär- und Sekundärrohstoffe müssen Hand in Hand gehen. Recyclingbaustoffe decken derzeit nur etwa zehn Prozent des Rohstoffbedarfs ab und die verfügbaren Mengen aus Abbruchmaterial sind begrenzt. Entscheidungen sollten daher anwendungsbezogen getroffen werden: Welches Material passt wirklich? Was spart echte CO2-Emissionen?"
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# [#063 - Nachgefragt: Wie nachhaltig ist die Rohstoffgewinnung?](https://www.tiefgruendig.com/blog/063-nachgefragt-wie-nachhaltig-ist-die-rohstoffgewinnung)

 Geschrieben von [Isabelle Armani](https://www.tiefgruendig.com/blog/author/isabelle-armani) | Oct 21, 2026, 11:47:53 AM

Jeder von uns verbraucht pro Stunde etwa ein Kilo Stein. Klingt abstrakt? Tatsächlich ist diese Rohstoffbranche das Fundament unserer gesamten Infrastruktur.

Doch die Steine- und Erdenindustrie kämpft aktuell mit zahlreichen Herausforderungen, die oft übersehen werden.

Drei Kernprobleme:

• Genehmigungsverfahren dauern mindestens 6 Jahre. Behördenabläufe, NGO-Einwände, fehlende Ermöglichungskultur, all  das bremst die Rohstoffsicherung aus.

• Kleine und mittlere Unternehmen ersticken in Bürokratie. Umweltproduktdeklarationen mit 36 Kriterien? Für KMU oft nicht zu bewältigen.

• Der Flächendruck wächst. Während erneuerbare Energien Raum brauchen und priorisiert werden, gibt es keinen Schutz für die Vorranggebiete zur Rohstoffgewinnung.

Die Überraschung:

Diese Branche ist längst nachhaltiger als ihr Ruf. Einige Beispiele: Kiesgruben werden später zu wertvollen Biotopen. Floating-Photovoltaikanlagen entstehen auf Gewinnungsflächen. Amphibienschutz wird aktiv praktiziert.

Vier zentrale Erkenntnisse:

• Dezentraler Rohstoffabbau spart CO₂ durch kurze Transportwege. Lokal denken hilft wirklich.

• Primär- und Sekundärrohstoffe brauchen einander. Recycling deckt nur etwa 10% des Bedarfs und wir brauchen realistisches Denken, nicht Quoten um jeden Preis.

• Produktneutrale Ausschreibungen fördern echte Nachhaltigkeit statt unnötiger Transportwege.

• Rohstoffversorgung muss als kritische Infrastruktur mit entsprechenden  Planungshorizonten in Jahrzehnten und nicht Legislaturperioden begriffen werden.

Ein selbstgemachtes Hemmnis: 

Die Branche kommuniziert ihre Erfolge zu bescheiden. Sie arbeitet seit Jahrzehnten nachhaltig, schafft Lebensraum und sichert wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig braucht sie eine Ermöglichungskultur statt Blockadementalität.

🎧 Hör jetzt rein und erfahre, wie Rohstoffsicherung und Umweltschutz zusammen gedacht werden können!

Bis zur Veröffentlichung am 16.11.2026 kannst du dir hier die aktuelle Folge von Tiefgründig anhören:

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